SÜSSHOLZ
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Süßholz (Glycyrrhiza glabra) wird schon seit einigen tausend Jahren genutzt.Es ist in praktisch jedem Erkältungs- Husten- und Bronchialtee enthalten, es wurde und wird zum natürlichen Süssen eingesetzt, es kann als Zahnbürste eingesetzt werden und ist der (einzige) Rohstoff für echtes Lakritz.
Verwendet werden die Wurzeln des Süßholzstrauches; es ist heimisch in Südosteuropa, wurde aber schon im 14. Jahrhundert in Deutschland angebaut (Bamberg hat noch heute einen Süßholzstrauch im Stadtwappen).
Süssholz wirkt entzündungshemmend und schleimlösend, reinigt beim Kauen die Zähne und bietet Jung und Alt stundenlangen Knabberspass. (Ideal auch für zahnende Kinder!)
Die Wirkungen der Süßholzwurzel waren schon den Ägyptern bekannt. Die Skyther nutzten die wasserretinierende Wirkung, um in der Wüste länger mit dem Wasser auszukommen, Napoleon kaute die Süßholzwurzel wegen seines Magengeschwürs, in Japan wird ein Süßholzextrakt zur AuslösungAuslösung des Eisprungs angewendet und bei den Chinesen gehört Süßholz zu den zehn wichtigsten Arzneipflanzen. Andere Studien berichten von einer guten Wirkung bei viralen Infektionen wie Herpes simplex und HIV. Die Wurzeldroge wurde als Abführ- und Entwässerungsmittel und seit den 40er Jahren gegen Magengeschwüre angewendet. Wirksam ist hier nicht nur die GL sondern auch das krampflösende Liquiritin.

